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Gespräch über einen Gesetzespunkt

Führt ab und zu mit euren Pfadi, Bienli oder Wölfen ein Gespräch über einen von diesen Gesetzespunkten. Versucht dabei gemeinsam herauszufinden, was gemeint sein könnte, wie ihr ihn versteht, was er praktisch bedeuten könnte usw.

Einen Gesetzespunkt auswählen

In der Gruppe wird am Anfang eines neuen Quartals ein Gesetzespunkt ausgewählt, dem in der folgenden Zeit besondere Beachtung geschenkt werden soll. Im Pfadiheim hängt ihr ein Plakat auf, auf welchem dieser Gesetzespunkt steht. Ausserdem sind darauf irgendwelche Formen oder Figuren vorgezeichnet. Daneben liegen Farben, dicke Filzstifte, irgendwelche Formen aus selbstklebendem, farbigen Papier, z.B. Sterne, Kreise, Dreiecke usw. Wenn nun ein Pfadi sich wirklich bemüht hat, dem betreffenden Gesetzespunkt nachzuleben, dann kann er/sie beim nächsten Aufenthalt im Heim einen Teil der Zeichnung ausmalen oder eine Form aufkleben. Erklärungen werden dabei keine erwartet. Jedoch wird am Anfang betont, dass auf die Ehrlichkeit jedes einzelnen gezählt wird.

Schuhe sind Wegbegleiter

In die Mitte des Raumes werden verschiedene Schuhe gelegt, alte, neue, Bergschuhe, Stiefel, Turnschuhe, Kinderschuhe, Frauenschuhe, Männerschuhe ... Die Pfadi werden gebeten, sich zu überlegen, was all diese Schuhe zu erzählen hätten, von ihren Trägern und von den Wegen, die mit ihnen gegangen worden sind. Anschliessend werden Kleingruppen gebildet. Die Aufgabe besteht nun darin, miteinander darüber zu reden, was die Schuhe einander berichten: Wege, Umwege, sich verlaufen, Nagel eintreten, Wege wieder finden ... Nachher werden die so entstandenen «Schuhgespräche» vorgelesen oder gespielt.

Götti oder Gotte

Wer will, kann sich unter den älteren Pfadi einen Götti oder eine Gotte auswählen. Mit diesem/ r trifft er/sie sich dann ab und zu, um einen Gesetzespunkt zu besprechen. Der Götti oder die Gotte soll zuhören, fragen, Anstösse geben, weiterhelfen, aber dem/der jüngeren Kameraden/in nicht seine eigene Ansicht aufzwingen.

Über die Pfadi nachdenken

Nimm dir als Führer/in ab und zu ein paar Minuten Zeit, um über deine Pfadi nachzudenken. Stelle dir eines nach dem andern vor. Ist dir etwas Besonderes aufgefallen? Wird eine/r von der Gruppe gemieden? Ist eine/r seltsam still oder laut? Du kannst deine Beobachtungen auch stichwortartig aufschreiben. Das erlaubt dir, Entwicklungen leichter festzustellen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass solche Notizen ausschliesslich für deine Arbeit bestimmt sind und niemals andern Leuten zugänglich gemacht werden sollen.


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