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Praktische Anregungen Gedanken und Einfälle zum Thema "Ich"

«Die unbequemste Art der Fortbewegung ist das In-sich-gehen» (Karl Rahner).


Wer bin ich eigentlich? Wo stehe ich heute und welches Ziel strebe ich an? Das sind nicht einfache Fragen. Sie lassen sich auch nicht schnell und ein für allemal beantworten. Wer bewusst leben möchte, muss jedoch ab und zu innehalten und seinen Standort bestimmen. Das kann zu unangenehmen Einsichten über sich selber führen. Aber auch unangenehme Einsichten sind – wenn sie einen neuen Aufbruch zur Folge haben – besser als ein blindes Tappen in unbekannter Richtung.

Gesetz und Versprechen geben Anhaltspunkte für eine mögliche Richtung der eigenen Entwicklung. Mit blosser Zustimmung zu den einzelnen Punkten ist es natürlich nicht getan. Vielmehr geht es darum zu überlegen, was sie für mich bedeuten sollen und sie dann in die eigene Praxis umzusetzen, eine nicht leichte, aber lohnende Aufgabe.

Wer ich bin und welcher ist mein Platz in der Gesellschaft sind zwei Themen die in sehr engem Zusammenhang stehen. Sie lassen sich nicht wirklich trennen. Wer/was jemand ist, das zeigt sich gerade in seinen Beziehungen zu andern Menschen besonders deutlich. Zwischen dem einzelnen und Gruppen von Menschen, in denen er sich bewegt, geschieht etwas. Der/die einzelne prägt die Gruppe mit und die Gruppe wirkt auf den/die Einzelne/ n. Aus gemachten Erfahrungen werden, bewusst oder unbewusst, Schlüsse gezogen, die dann wieder zu Entscheidungen und bestimmten Verhaltensweisen führen.

Weil nicht jede/r gleich weit ist in diesem Prozess und weil der Prozess auch nicht für jede/n genau gleich aussieht, ist es recht schwierig, praktische Anregungen zu geben. Eigentlich kann und soll ja alles, was wir tun, auch unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Entwicklung betrachtet werden. Gleichwohl versuchen wir, einige Hinweise dafür zu geben, wie die Entwicklung einzelner von der Gruppe gestützt und begleitet werden könnte.


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